Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 03.05.1713

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/11

KonzeptSchreiber

Hat EMTs Brief vom 22. März durch seinen Kämmerer Freiherr von Rolshausen erhalten und daraus entnommen, was EMT ihm wegen Neapel, Rothenberg und Hartenstein schreibt. Hofft, da der Kaiser erkennt, dass JW zu Unrecht aus Doganella gedrängt wurde, wird er ihn schleunigst wieder in dessen vollen Besitz setzen. – Denkt, dass der Kaiser vermöge seiner Wahlkapitulation ausreichend befugt ist, die unrechtmäßige Abspaltung von Rothenberg und Hartenstein von JWs Besitzungen durch die böhmische Hofkanzlei zu widerrufen. – EMTs Erklärung wegen des in Utrecht bekanntgemachten Indemnisationsscheins oder Revers und dass der Kaiser wohl anerkenne, welche Dienste JW dem Erzhaus geleistet hat, tröstet ihn. – Erwartet EMTs Antwort wegen der neuerlichen Vermählung von Bruder Karl (Philipp) ; denkt, eine Ermahnung EMTs an den Bruder, besser zu wirtschaften, würde guten Effekt haben. – Legt seine Antwort an die Königin in Portugal zu weiterer Beförderung bei.

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