Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 07.07.1686
Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/2d
1Durchleüchtig-hochgebohrner Churfürst, freünd- 2licher lieber herr vatter. An mich haben eüer 3Liebden noch dem 29. april diß jahrs 4gelangen lasßen, so erst aniezo gehorsambist 5behändiget worden, was für differentien vnd strit- 6tigkheiten die Fürstin zu Ost-Frießlandt, vnd 7dero sohn mit ihren landtständten habe, vnnd 8welcher gestalten das bey meines freündlich ge- 9liebtisten herrn gemahls, Mayestät vnd Liebden, ich 10dieses werckh pro justitia secundirn wolle, nach- 11truckhlich gebetten werde. Obwolen nun vorhin 12weldtkhündig, daß höchstgedacht meines herrn ge- 13mahls, Mayestät vnd Liebden, zu nichts anders, dan was 14die gottliebende justitia erfordert, vnd zue- 15last, genaigt sein khönnen. So werde ich doch 16zu befürderung der sachen an allem deme, was 17mir zu erlangung eüer Liebden, vnd der Fürstin in- 18tention auf den weeg der gerechtigkheit bey- 19zutragen möglich sein wirdt, gnedigst nichts er- 20winden lasßen, sondern eüern Liebden so wol mainende
28Dem durchleüchtigen hochge- 29bohrnen Fürsten Philipp Wil- 30helmben Pfalzgrauen bey Rhein, 31Herzogen in Bayrn, zu Gülich, Cleue, 32vnd Berg, Grauen zu Veldenz vnd 33Sponheimb, der Marckh, Rauenspurg 34vnd Mörß, Heren zu Rauenstein, deß 35Heyligen Römischen Reichs Erzschazmaistern 36vnd Churfürsten, vnßerm freundlichen lieben 37herrn vattern




