Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 02.03.1695

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/3f

Ausfertigungeigenhändig

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12. martij 95 2Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerlibster herr bruder 3Es werden dero Liebden schon vohn ihr Mayestät mein Keiser empfangen 4haben ein schreiben wegen vetter Pfilip von Sulsbach wegen seins 5appanaggio. Ich hab selbiges auch meines orts 6accompagniren sollen, aber deils aus kürze der 7zeit, deils aus vergeßen ist es bis dahto vnterlaßen worden. 8Hab zwar dem Wißer etwas daruon gemelt wie auch bey 9vohriger post ihr Durchlaucht, meiner geliebsten fraw mutter . Mihr ist 10aber ohne dem dero Liebden großmüttichteit so bekent, das ich gahr 11nit zweifle, sie werden von selbiger solche in diser gelegenheit12gegen vnsern vettern erzeigen vndt nit allein dis apanagio, 13sondern auch di pension ihme verners erfolgen laßen. Dis wirt 14ihn auch dester mehr obligiren, in dem veldenzischen weßen 15bey der billichkeit zu verbleiben, wie er dan auch protestirt, 16das er sich allem vnterwerf, was ihr Mayestät mein Keiser auschprechen.


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17Das ich sonst dero Liebden auf dero liebste schreiben nit geantwort, 18ist die vhrsach, weil ich alle dag glaubt, der Wißer werd 19wekh gehen, wie auch noch also durch ihn dero Liebden wie auch meiner 20fraw schwegerin die schuldige antwort ablegen werde. Due mich 21indeßen dero Liebden befehlen vndt werde sterben 22dero Liebden 23getreweste schwester 24Eleonora 25Wien den 2ten merz 1695