Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Pressburg am 20.12.1687

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr vatter 2Ewer Durchlaucht gnädiges schreiben vom 7ten dis hab ich mit schuldig- 3stem respect empfangen, dem allmechtigen sey dankh, 4das ewer Durchlaucht sich woll auf befinden. In der 5cölnischen sach ist schon der curir gangen, welcher des 6Markgrauen votum mit gebracht hatt. Ich will 7in andreiben laßen, das er es von Zolern vnd 8Appermont bekomme, gott geb sein gnad, 9will fleisig betten laßen. In der meinzischen sach 10werden ewer Durchlaucht eben mit dem curir von ihr 11Mayestät vernommen haben, das sie iezt nit woll 12weiters können gehen, bis der Cauniz etwas weiters 13bericht oder woll auch wider zuerukh kombt. 14Der hiesige lantag, wünschete ich woll, das ein 15ent nemmete, dan einmahl mein Kaiser 16der luft nit recht woll bekombt, hatt


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17noch als ein starken cattar, strauken vnd huesten, hoff 18aber, es soll balt beßer werden. Der Deütsch 19Meister wirt auch balt bey ewer Durchlaucht sein, 20er hatt im willens gehabt, die feyerdag 21zue Altenöting zue halten, gott geb ihm ein 22glükhlige reis. Sonst gibts hier ganz niks ewer Durchlaucht 23vnterdehnigst zue berichten, also due ich mich vnterdehnigst in dero 24gnade befehlen vnd werde sterben 25ewer Durchlaucht 26vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 27Eleonora 28Presburg den 20ten decembris 1687