Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien, Königinkloster am 25.05.1690

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerlibster herr vatter 2Heünt mit vnserem herein vahrn hab ich noch nit die 3gnade gehabt, ewer Durchlaucht gnädiges schreiben zue empfangen. Wie ich woll 4ich mit der heüntligen procession nit gehen derfen, 5so bin ich doch dah herein, das ambt zu hören vnd 6ihr Mayestät, weil sie zue hoff in der capellen etwas arbeiten, 7die vesper gehört hat, gibt also gahr wehnig zeit zue 8schreiben. Die heüntige procession ist gutt abgangen, 9nit gahr heis gewesen. Ich hab im paradeisgärtel 10zuegeschaut vnd bin darnach erst herüber gangen. 11Bitt ewer Durchlaucht vnterdehnigst vmb vergebung, das 12ich so curz mach, gibt darhier wehnig zeit, 13weil auch dames herein kommen vnd mitt 14der vesper vnd auf Laxenburg zue rukh wehnig 15zeit über bleibt. Gibt auch ganz niks


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16ewer Durchlaucht zu berichten, also due ich mich ihnen befehlen 17vnd werde sterben 18ewer Durchlaucht 19vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 20getrewste vnd dienstwillige 21mutter 22Eleonora Magdalena Theresia 23inn der Konigin Closter den 25ten24maij 1690