Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 24.06.1677

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtigster Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Vor ihr Durchlaucht gnädigen fils von meinem vngelauben sage 3gehorsamsten dank vndt bekenemein schult. Allein 4aber leider ist mit mein schaden gelaubich worden, 5befinde mich aber gottlob wohl, hoffe, ihr Durchlaucht 6werden sich auch weiters nit bedrüeben. Wegen 7meines elteren bruedern hab gesteren angefangen, 8mit der Keiserin zu reden, so seindt aber 9darüber verhindert worden. Sie hatt aber gesacht, 10bis sontag komt sie wider her zu der comedi, 11so wolle sie suechen gelegenheit, mit mihr 12weitlaufig daruon zu reden. So will ich 13deßen mit verlangen erwarten vndt nachgehns 14ihr Durchlaucht alles berichten vndt auch darnach mit 15gelegenheit suechen mit der Keiserin, es ihr Mayestät, 16meinem gnädigsten herrn, vohr zu berengen. Will aber 17erst der Keiserin intention vernemmen 18vndt nachgehens mich darnach richten. Ich hoffe, 19die vnterredung mit dem Bischoff von Münster 20werde nach dero satisfaction abgangen sein.


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21Ihr Durchlaucht werden vom Schellerer mittmererem 22vernemmen, wie es mit der coadiutori sachen 23steht. sch Sie vermeinen alle, der Cuhrfürst könen 24diesen project gahr wohl ohne preiudiz, weder 25seines interesse noch reputation, eingehen. Die 26brief nach Rohm hatt der schelKönigsekh den 27Schellerer selbst aufsezen laßen, steht zu 28erwarten was drauf erfolgen wirt. den Der 29Nuntius Bonuisi wirt auch schreiben eifrich 30vndt vermeinet auch, der Papst könne 31es nit abschlagen auf diese weis, welches ich 32wohl von herzen wüntsche, die ich mich ihr Durchlaucht 33vnterdehnig befehle vndt mit deren erlaubnus 34mich allezeit verbleibe 35ihr Durchlaucht 36ganz ergebenste trewgehorsamste 37dochter bis in doht 38EMT 39Wien den 24 juni 1677