Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 25.11.1677

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

98 r
Faksimile

1Durchleüchtigster Fürst, herz allerliebster herrvater 2Sag vnterdehnigen dankh vohr dero gnädiges schreiben, 3bitte vnterdehnig vmb vergebung, das diese post 4nit vill schreib. Die zeit ist zu kurz gefallen, in 5deme heütt den vohrmitag in der kirchen vndt 6auch das gebett oben wie allezeit dem 25 ist. Wegen 7der coadiutori vermein ich nit, das ihr Mayestät bedenken 8haben, das man darin vort fahren solle, allein besorgen 9sie, die capitulares werden sich nit leicht persuadiren 10laßen, zu der wahl zu schreiten ohne päpstligen 11consens. Will doch weiters mit ihr Mayestät daruon 12reden vndt vernemmen, was sie in dieser sach 13befohlen wegen wie auch wegen den quartir wegen Münster . 14Sag auch vnterdehnigen dank, das ewer Durchlaucht vmb 15einen hundt wollen schawen, ich bitt vmb vergebung 16das vngelegenheit gemacht, ihr Mayestät brauchen in nit 17bis auf die könftige brunft. Befehle mich vnterdehnig, 18mit nechstem werde beßer zeit haben, dan ich ein cattar habe19vndt also förcht, das nit mit auf das iagen werde über 20morgen können. Befehl mich vnterdehnig vndt sterbe 21ihr Durchlaucht 22ganz ergebenste trewgehorsamste23dochter 24EMT 25Wien den 25 novembris 1677