Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 06.04.1679

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Ewer Durchlaucht seint mihr gahr zue gnädig, das sie mihr 3durch die extraordinari post haben so gnädig zue 4diesem heiligen fest wollen glükwüntschen. Ich kan 5nit wort finden, die schuldigiste danksagung darfohr 6zue erstatten, bin ganz confus, das ich so nachleßig 7vndt meine schuldichkeit nit ender abgelegt. 8Die heilige zeit hatt mich bey vohriger post 9verhindert, komme also aniezt, ewer Durchlaucht dieses 10vndt deren noch vnzahlbahre folgende in höchste 11selbst verlangter glükselichkeit gehorsamst anzuewüntschen. 12Gottlob das sich ihr Durchlaucht, mein geliebste fraw mutter, wohl 13auf befindet, soliches macht mihr die hoffnung 14einer glükligen niderkunft, vmb welches ich 15den almechtigen treüligst bitte. Es frewet mich 16auch, das die Erzherzogin noch in der hoffnung 17continuiret, gott gebe weiters seine gnade . Ich verhoffe, 18ewer Durchlaucht werden die expedition nach dero verlangen


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19empfangen haben, wie wohl ihr Mayestät selbsten es 20nit vnterschrieben, weillen es gegen den stilo, das 21sie niemahlen dergleichen sachen vnterschreiben. 22Hadt Haben es dannoch den Kinseckh selber laßen 23vnterschreiben, welches auf diese weis als eins ist. 24Was ewer Durchlaucht gnädigst verlangen wegen der föglel 25werden ihr Mayestät gern alles duen, was möglich, 26es seint aber dieselbe noch nit ankommen. 27Haben wegen des übelen wegs vnt wetter 28vnterwegen müeßen still liegen. So balt sie 29aber kommen, will ich fleisige anmanung duen, 30das ewer Durchlaucht verlangen erfüllet werde. Dueh 31mich hiermit in dero gnade gehorsamst befehlen 32ewer Durchlaucht 33ganz ergebenste trew gehorsamste 34dochter bis in doht 35EMT 36Wien den 6 april 1679