Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, o.O., o.D. (Mai 1680)

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr vatter 2Beyde ewer Durchlaucht gnädige schreiben, eins durch die stafetta3vom ?, das ander mit der post vom ? dieß 4hab ich mitt gehorsamsten respect empfangen. 5Was mihr ewer Durchlaucht gnädig befohlen wegen des vaci- 6renden chor bistums, hab ich ihr Mayestät gehorsamst 7vorgedragen, vndt die verlangte brief sind also- 8balt anderen dags abgefertiget worden. Gott 9gebe sein gnadt darzue. Es haben auch ihr 10Mayestät gnädig erlaubt, das von mihr an den Cardinal 11ein schreiben soll abgehn, welches gestren geschen. 12Ich vermeine aber, das der Cardinal leider 13nimer in standt werde sein, votum zue 14geben, dan sie alle augenblikh seines endes 15erwarten, welches mihr wohl gahr leidt ist. 16Der will des allerhöchsten mues geschen. Mihr 17werden auch übermorgen auf Brandeis vndt 18vns dorten etlige dag aufhalten, förcht wohl, es19werdt nitt darbey bleiben, dan es mit der


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20mit krankheit gahr nit güett geht. Gott woll es beßern. 21Ich mues wider meinen willen enden, sterb 22ewer Durchlaucht 23ganzergebenste trewgehorsamste 24dochter 25EMT 26Wegen meins kleinen camerdinerin sag 27vnterdehnigen dank, ewer Durchlaucht sein gahr zue 28gnädig 29Postscriptum Wegen des lieben Hoffkansler wird 30ich gewis mein best duen, es haben mihr 31ihr Mayestät auch gnädigst verschprochen, in zue 32consoliren, wan sie die sach bestendig 33einrichten wurden. Dies ist ein interims 34sach, er ist auch darmit zuefriden. 35Ihr Mayestät haben auch seinem eidam, dem 36anderen, den camer schlißel verschprochen, aber


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37aber noch nit offenbahr. Bitt, ewer Durchlaucht 38wollen mihr auf dieser Postscriptum gahr nit 39antworten oder durch ihr Durchlaucht fraw mutter die 40weil einschließen laßen.