Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Linz am 26.10.1680

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter2Ich erfrewe mich von herzen zue vernemmen 3aus dero gnädigem schreiben vom 18 dis, das sie 4sich in so guettem wohlstandt befinden 5vndt so wohl zuefriden mitt dem Pater Marcus 6sein. Er ist wohl ein lieber man. Ich mein 7izt, ich kan der zeit nit erwarten, bis ich 8das glükh werdt haben, ewer Durchlaucht zue bedienen. 9Ich hab mich erkündiget wegen der leüdt, so 10vermeine ich, wan ewer Durchlaucht ein fueterzettel wolten 11gnädig überschiken, so woll ich, weil sie es also 12scheffen, darnach meine gehorsamste meinung daruber13berichten. Ros oder wagen wirt vnötig sein, das 14ewer Durchlaucht mit bringen, dan ihr Mayestät sie schon dar- 15mit werden versehn laßen. Wegen des Hamilton, 16vermein ich wohl, werde dise hochzeit zuefohr 17sein, dan sonst der aduent zue nahet komt,


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18so vermeine, gegen den 17 oder 18 werde die hochzeit 19werden. Wan ewer Durchlaucht ihme dagegen wolten erlauben 20herunter zue kommen, wurdt ihr es die braudt 21vohr ein große gnade halten. Die Kaiserin ist 22vergangenen donnerstag wohl auf Wien kommen, 23iezt geht die Königin auch gwaltig zue 24last. Ich due mich hiermit ewer Durchlaucht vnterdehnigst 25in dero gnade befehlen, werdt sterben 26ewer Durchlaucht 27ganzergebenste trewgehor- 28samste dochter 29EMT 30Linz den 26 octobris 1680