Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 28.03.1683

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/9

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr vatter 2Ich hab dero gnädigstes schreiben bey der extraordinari 3post vom 13ten dis mit schuldigstem respect 4empfangen vnd daraus dero guetten wohlstand 5mit freüden vernommen. Wegen Portugal ist 6gutte hoffnung, Parma aber duet große 7offerten, wie mihr der Cardinal Bonuise 8gesagt hatt, doch red man mer von 9meinen brüedern. Er hatt mihr comunicirt 10den befehl, so er in der preßlawischen 11sach von Rohm bekommen, mihr auch 12darbey verschprochen, dem Bischoff zuezueschreiben, 13das er sich ihr Mayestät doch solle submitiren 14vnd bey seinem bischtum verbleiben. 15Müeßen jezt der antwort erwarten.


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16Der Cardinal vermeint vohr gewis, das er in 17seinem bischtum bleiben wirt vnd also die 18newe wahl gleich werd intimiren. Des 19Nostiz sein gehlinger doht wirt vns 20vill schaden, ist mihr wohl leid. Mues 21vnterdehnigst vmb vergebung bitten, das heüt 22so kurz schreib, seind den ganzen dag 23in der kirch zuebracht. Due mich in 24dero gnade befehlen, sterbe 25ewer Durchlaucht 26ganz ergebenste trewgehorsamste 27dochter EMT 28Wien den 28ten merz 1683