Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Linz am 21.12.1683

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/9

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr vatter 2Ich hab nit großem leidt von ihr Durchlaucht, meiner geliebsten 3frawen muetter, vernommen, das sich ewer Durchlaucht mit dem stein 4incomodirt befinden, hoffe zue gott, es werde nuhnmehr 5widerumb beßer sein. Bitt auch vnterdehnigst vmb vergebung, 6das ich bey vohriger post nit mit schreiben hab vnterdehnigst 7aufgewart, die brüder haben heüt wekh gewolt, so hab mit 8ihnen schreiben wollen. Die Königin aber hatt verlangt, das 9sie noch möchten bis auf drey könig hier verbleiben, also 10hoffen wir, ewer Durchlaucht werden ihnen diese gnädige erlaubnus geben. 11Sie ist vergangen freitag erst kommen, verlangt etwas 12mehrer mit ihnen bekandt zur werden. Sie befinden sich 13gottlob wollauf, vermein aber, es sey auch beßer 14vohr bruder Ludwich, das er noch nit so geschwindt reise, 15weil er die alteration gehabt, wie woll er sich jezt 16ganz gesundt befindt. Sag ewer Durchlaucht vnterdehnigsten dankh vohr 17dero gnädigen raht wegen meines Obristhoffmeister, aber mit


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18dem Fürsten ist es nit möglich, das er beyde dinst kan versehn, 19vnd wegen der andren werden ewer Durchlaucht alles von ihr Durchlaucht 20fraw mutter vernemmen, weil ich nit gern ewer Durchlaucht mitt 21villem schreiben bemüen will, bis ich vernemmen werde, das 22sie sich widerumb in völliger gesuntheit befinden 23werden, welches hoffentlich schon sein wirt. Allso due 24mich in ewer Durchlaucht gnade vnterthenigst befehlen, die ich sterben 25werde 26ewer Durchlaucht 27vnterdehnigst trewgehorsamste 28dochter 29EMT 30Lins den 21ten decembris 1683