Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 07.04.1700
Österreichisches Staatsarchiv Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Staatenabteilung, Palatina 29, Fasz. 3
>Die Feindseligkeiten Polens und Dänemarks in Livland bzw. Holstein lassen befürchten, dass diese von Frankreich geschürte Unruhe im spanischen Erbfall die Unterstützung für den Kaiser behindern könnte. Schlägt vor, kaiserliche Truppen an die Grenze der Lausitz zu verlegen, damit die 8.000 Mann starken Truppen, die Kursachsen Dänemark versprochen hat, nicht mit Gewalt die braunschweigischen Länder durchqueren, weil Kurbrandenburg den Durchmarsch durch seine Länder verweigert hat; Dänemark wäre ohne die sächsische Hilfe auch eher zur Wiederherstellung der Ruhe im Niedersächsischen Kreis zu bewegen. – In einem vertraulichen PS legt JW offen, dass er seinen Vorschlag auf Bitte des Kurfürsten von Hannover gemacht hat.

