Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 02.05.1688
Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/2d
1Durchleuchtiger, hochgebohrner Churfürst, freündt- 2licher lieber herr vatter. Demnach eüer Liebden 3vndterthan, wie er sich gehorsambist profitieret, 4Johann Daniel Fabricius auß gelegenheit seiner 5obhabenden rayße nacher Heidelberg die begleit- 6ung einer recommendationschrifft allervndter- 7thänigst gebetten. Vnd nun demselben in all- 8weeg befürderlich ist, daß er schon drey jahr 9dahier bey dem Fürsten von Salm in der secre- 10tariatsbedienung gestanden, vnd noch stehet, sich 11auch iederzeit sowol verhalten, daß er seine guete 12qualiteten, tugendt vnd geschickhligkheit genuegsamb 13an tag gegeben; alß habe ich genedigst ihm seiner 14bitt zu gewehren, vnd eüer Liebden hiemit freündtöchter- 15lich zubelangen für billich geachtet, sie wollen auf 16gedachten Fabricium ein so genediges aug werffen, 17damit er sich darob vndterthänigst zuerfreyen habe. 18Dero ich mit all-töchterlicher affection vnd kayserlich 19genaigten willen zuförderist wolbeygethan ver- 20bleibe. Geben zu Wienn, den 2. maij, anno 168821eüer Liebden 22vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 23Eleonora Magdalena Theresia


