Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Prag am 25.11.1679

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/2d

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr brueder 2Bitt vmb verzeiung, das so lang nit geschriben, 3hab kein zeit gehabt. Den Herzog von Saxen 4Lauenburg will ihr Mayestät fleisig recomendiren, 5sie ist iezt auch hier, ist ein liebe fraw. 6Mihr haben iezt hir braf kalt wetter 7vndt gehen fleisig auf die schweinhez. Neülich 8haben mihr aller schwein vatter sollen fangen, 9ist aber aus kommen. Der Iägermeister hatt 10aufgeschnitten, es soll bey 5 zentner gewogen 11haben. Haben aber ein 4 schwein, bachen vndt frischling 12etlich vndt firzig gefangen, vndt sie sagen, es 13seint woll noch ein 5 schwein vndt bey dreisich 14stukh in allem drinnen blieben. Das ist wohl schad, 15dan es ist nacht worden. In der frej hez wie 16auf die hasen haben mihr neülich zue Brandis 1711 stuk mit ein schwein gefangen, ist recht lustich,


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18vndt lauter fleischhaker hundt, die seindt wie 19englische, ein pahr halten ein saue wie es sich 20gehort, auch wohl einer. Ich will auch dero Liebden nit 21lenger mit meinem abgeschmakten schreiben 22aufhalten, werde sterben 23dero Liebden 24getrewste schwester 25EMT 26Prag den 25 novembris 1679


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27vndt last