Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Favorita am 01.06.1695

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/3f

Ausfertigungeigenhändig

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11. junij 95 2Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr bruder 3Ich hab dero liebstes schreiben vom 19ten passato woll empfangen. 4Vndt scheindt woll, weil auf alles dis, was dero Liebden mihr 5bericht, das fridensnegotium sich so woll 6anlaßen, waß guetts zue hoffen sey, der almechtige 7verleye sein gnad darzu, werd alles der fromen 8Pater Marco vndt ander frommen sehlen gebett 9fleisich recommendiren. Was die spanis 10che sucsession betrift, so seindt zwar ih 11r Maistet der meinung geweßen, wie der Wise 12r es bericht hat, aber nach dem die sachen beßer erwogen, 13gefunden, das die sesden ? ieziger zeit swer 14machen, wohnit gar verhinderen mochte, 15insonderheit weil Spanien in dieser sac 16h noch nit recht dißponirt ist, weil 17noch immer hoft, selbige zue bekommen.


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18Vermeinen also, das hieruon solle abstrahirt werden. Solte 19aber von seiten Frankreich etwas davon 20gemelt oder proponirt werden, solle Tiberius 21es anhoren und hier her berichten. Solte was von 22einer heirat mitt meinem sohn geret werden, 23konten antworten, das wier meinten, das man hier 24schon andere intentiones habe und hierauß 25schwerlich was werden werde, dan es bleibt 26darbey, was ich in meinem vohrigen geschriben. Wegen ? bezie mich 27auf den Pater Wißer . Man steht halt noch an de modo, welchs 28sehr problematisch ist. Heündt seindt mihr herein von 29Laxenburg, so kan vnmöglich mehr schreiben. Due mich dero Liebden 30befehlen vndt werde sterben 31dero Liebden 32getrewste schwester 33Eleonora 34Fauorita den 1ten junij 1695


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