Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 30.08.1696

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/7

AbschriftSchreiber

Entschuldigt sich für seine verspätete und kurze Antwort mit einer Unpässlichkeit, die ihn seit einigen Wochen am Schreiben hindert; legt bei, was ihm sein Geheimer Rat Maximilian von Degenfeld über die Töchter der Landgrafen Wilhelm und Karl von Hessen-Rheinfels geschrieben hat.

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130 august 96 2copia 3Allerdurchleüchtigiste, großmächtigiste etc. 4Ewer kayserlichen Mayestät allergnädigstes hanndtbriefflein 5vom 11ten dießes, hette ich billichist vor 14 tagen vnter- 6thänigist beantwohrten sollen, allein bin ich wegen 7einiger einer schon einige wochen hero empfundenen 8vnpäßlichkeit biß dato daran verhindert worden, 9vnd werde noch zuer stundt gegenwährtig wider 10meinen willen gezwungen, gantz kurtz zuefallen, 11vnd sowohl wegen der in puncto pacis 12als der dänischen heyratssach 13biß auff nechste donnerstager post meine schul- 14digiste antwohrt auff zueschieben, wie auch dero 15anderwehrtes gnädigstes vom 22ten dieses, so ich eben 16in diesem augenblickh vnterthänigst erhallte, 17vnd nur daß jenige, so mir mein Geheimer Rhatt 18Maximilian Freiherr von Degenfeldt in der portuge- 19sischen heürathß hiehero berichtet, ewer kayserlichen Mayestät 20zue dero ferneren allergnädigisten verordnung hie- 21bey schliessen wollen, vnd dabenebenst vnterthänigst 22bitte, mir, daß ich so kurtz falle, vor dißmahl nicht 23in vngnaden zue vermerckhen, sondern dero angebohr- 24nen clemenz nach zue compatieren, der ich in 25vnveränderlicher devotion lebe- vnd sterbe 26Düßeldorff den 30ten august 1696. 27An 28ihre Mayestät die Kayserin 29von 30ihrer churfürstlichen Durchlaucht zu Pfalz aigenhändig 31also abgangen.


Beilage

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