Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 13.12.1696

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/7

AbschriftSchreiber

Dankt dafür, dass durch die kaiserliche Vermittlung das Missverständnis mit dem Landgrafen von Hessen-Kassel beigelegt werden konnte. JW hat in dieser Sache nur seiner Stellung und seinen Pflichten gemäß gehandelt. – Wollte wegen des Herzogs von Sachsen (-Zeitz) nur seiner Schuldigkeit genügen. – Hat vom Marquis d’Harcourt zuletzt nichts gehört. – Bittet, wegen der dänischen Heirat nicht ungeduldig zu werden; hofft weiter nicht nur auf die Bekehrung der Prinzessin, sondern auch des Königs und des ganzen Königreichs. – Es macht nichts, falls EMT den Brief der Gräfin Berlepsch verbrannt hat. Wegen der schwachen Gesundheit des spanischen Königs wäre es gut, den Grafen Harrach rasch zu schicken. – Wird wegen der portugiesischen Heirat (der Prinzessin von Hessen-Rheinfels ) auf die Antwort aus Portugal warten. – Ist betrübt, dass EMT den Brief der Schwägerin (Pfalzgräfin Anna Maria Franziska) so ungnädig aufnimmt. Falls sie gegen eine Ehe zwischen der Schwägerin und Prinz Gian Gastone von Toskana ist, versteht JW nicht, warum sie es nicht klar gesagt hat. Der Großherzog (von Toskana) hat die Ehe nur unter Vorbehalt der von EMT versprochenen Protektion unterstützt. Bittet, dass rasch ein Vertreter des Kaisers für die Aushandlung des Ehevertrags geschickt wird; Graf Kaunitz etwa wäre bereits in der Nähe. Die Forderung des Großherzogs nach dem böhmischen Inkolat für seinen Sohn Gian Gastone ist gerechtfertigt, weil er seine (Kontributions-)Zahlungen freiwillig leistet und diese auch ungerechtfertigt hoch angesetzt wurden. – Täglich tauchen neue grobe Korrespondenzen des Hamilton auf, ohne EMTs Fürsprache hätte JW dessen Verbrechen strenger geahndet. Dieser Mensch verdient nicht, dass JW bei seiner Schwester, die er innig liebt, in Ungnade fällt oder dass sie seinetwegen der Verhandlungen mit dem Marquis d’Harcourt und mit Dänemark überdrüssig wird.

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113 decembris 1696 2copia 3Allerdurchleuchtigste etc. 4Zu allervnterthänigster beantworthung ewer 5kayserlichen Mayestät allergnädigsten handtbrieffleins vom 628 novembris jüngst thue ich gehorsambst nicht bergen, 7daß so viel die mißverständtnuß mit Hessen 8Cassel anlanget, durch ewer kayserlichen kayserlichen Mayestät Mayestät 9beyderseits mächtigsten interposition die sach 10entlich in der güete ist beygelegt worden, vor 11welches ich vnterthänigsten danckh erstatte. Das 12ich aber auff ihro kayserlichen Mayestät verlangen, mich solle 13einiger thättlichkeit vnderfangen haben, dahe 14seind dieselbe viel zu mildt berichtet worden, 15dann ich habe mich nicht als defensiue gehalten, 16vnd daß jenige gethan vnd vorgestelt, warzue 17mich mein ambt alß crayßaußschreibender 18fürst, meine pflichten zue erfüllung der reichß exe- 19cutionsordtnung, mein gewissen, zue salvierung 20meiner vnd meiner posteritet jurium et prae- 21cipuorum, vnd meiner reputation, vmb meinen 22mit mir vniirten ständten vnd alliirten das 23jenige, so ich ihnen vermög mit ihnen gemachten 24foederis, zue praestieren schuldig bin, vnd entlichen 25nicht allein die reichßsazungen, sondern auch die 26christliche liebe, vmb den armen betrangten freyen


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27reichßständen gegen so vngerechte feindtliche 28gewalt vnd völliger vnterdruckung zue be- 29freyen, sodan leztlichen, daß jus naturale, 30in welchem ein jeder attaquierter sich seiner 31hauth so guet möglich wehren dörff vnd mueß, 32mit bringet vnd erfordert, vnd daß dises 33alles bey meiner seitten gewesen seye, wirt, und 34mueß der Graff von Goes und kan er auch anderst 35nicht, bey seinem gewissen, sagen vnd berichten. 36Dieses ist nur, gnädigste fraw, vmb meine vn- 37schuldt an tag zue legen, vnd ewer kayserlichen Mayestät dadurch 38in tieffister vnterthänigkeit zue erkennen zue 39geben, wie weit von mir seye gewesen gegen 40ihro Mayestät meines allergnädigsten Kaysers und herren 41verlangen, die geringste thättlichkeit zue üben. 42So viel den Herzog von Saxen anlanget, habe ich nur 43meiner seits meine vnterthänigste schuldigkeit 44vnd pflichten zue ihro kayserlichen Mayestät, deß publici 45vnd vnseres chur hauses mehrerem besten vnd 46dienst wollen in acht nehmen, vmb daß jenige 47gehorsambst zue advertieren, waß zu abwendung 48deren schadens, und befürderung derselben dienst 49gereichen thut, im übrigen aber, wirt alles das 50geschehen, waß ewer kayserliche Mayestät hierinnfahls gnädigst 51befehlen werden, deme ich mich dan in omnibus


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52et singulis per omnia sine ulla contradictione 53so willigst alß schuldigst, in tieffistem respect 54aller vnderthänigst submittiere, vnd bequehme. 55Was den d' Harcourt ahnlanget, habe ich 56zeithero keinen buechstaben von ihme 57gesehen vnd können ewer kayserliche Mayestät sich wohl sicherlich 58darauff verlassen daß wann er auch ahn Tiberium 59etwaß gegelangen lassen wurde, ich mi 60ch in dem geringstem nicht einl 61assen würde ohne ewer kayserlichen Mayestät davon sch 62leunnigsten vnterthanigsten ber 63icht davon zue erstatten. So viel den dä 64nischen heyrat betrifft, bitte ich ewer kayserliche 65Mayestät allervnterthänigst sie wollen anjezo in diser 66sachen nicht vngedultig werden, dahe mir der 67hiesiger dänischer minister vom 68König die positive resolution geben, 69das der Konig seine Princessin abs 70olut wil in unserem glauben inform 71ieren lassen und ich würcklich im we 72rckh begriffen, dergleichen res 73olution von der Princessin auch zue 74bekommen, waran ich gar nicht zweiffle, vnd selbige 75also gleich, ohne die geringste zeith verlust, durch 76aigenen courier ewer kayserlichen Mayestät allervnterthänigst 77überschickhen werde. Und kan ich ewer kayserlichen Mayestät


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78allervnterthänigst versicheren, daß waß ich meinem 79vorigen von der hoffender bekehrung des 80Königs und des gantzen Konigreigs ge 81meeldet dieselbe hoffnung nicht allein nicht 82cessieret, sondern vielleicht hoffentlich nach vorh 83ergangener dieser heyrat eher 84heruorbrechen dörffte alß keiner glaubt. Was 85meinen bruderen den Pfalzgraffen Carl, und deßen 86pohlnisches anligen betrifft, stelle ich alles bloß in 87ewer kayserlichen kayserlichen Mayestät Mayestät beyderseits allergnädigster 88disposition. So viel der Gräffin von Berlibß 89an mich abgelassenes vnd ewer kayserlichen Mayestät aller 90vnterthänigst überschicktes schreiben betrifft, ist dero 91allergnädigste dancksagung nur ein excess dero 92gnädigkeit, in deme meine pflichten erforderten, 93alles das jeniges bey zeiten vnterthänigst zue 94warnen, waraus beyderseits ewer kayserliche 95Mayestetten, einig nachtheil praejudiz, oder 96schaden entstehen kann, in dessen gefolg ich dann 97deroselben vnterthänigst vnbericht nicht lassen 98kan, indessen gefolg ich dann deroselben vnterthänigst 99welcher gestalten die Gräffin von Berlibß 100mit lezt voriger, der Doctor Geleen aber mit 101aller letsterer post mir geschriben, daß obwohlen


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102ihro Mayestät der König, numehro 10 täg von dem 103doppel tertian fieber ganz befreyet seyen, sich 104dannoch darauff nicht völlig zuverlassen seye, 105vnd man seine schwachheit nicht wenig apprehen- 106diere, vnd vertrösten mich beyde auff ferneren 107bericht, dahero meines wenigen erachtens mit 108der abschickung deß Graffen von Harrach nicht lang 109zu raisnieren sein wirt, dann ich nicht wenig 110förchte, bey diser schwachen constitution deß Königß, 111mögte einesmahls ex abrupto ein vnuersehener 112fall geschehen. Wegen der Berlibs ihren brieff 113ist nichts daran gelegen, wann ihne ewer kayserliche 114Mayestät auch schon verbrennet, vnd bitte ich vnterthänigst, 115dieselbe machen sich wegen nachsuechung 116desselben nicht die geringste vngelegenheit mehr 117ahn. So viel den portugesischen heurath ahn- 118langet, werde ich ewer kayserlichen Mayestät ferneren allergnädigsten 119bericht befehl, auff die einkommene 120antworth auß Portugall vnterthänigst erwarten 121vnd demselben, so viel ahn mir ist, bestmöglichß 122vnd auffs punctualiste nachzukommen suchen. 123So viel meiner fraw schwägerin ahn ewer kayserliche 124Mayestät vnterthänigst überschicktes schreiben anlanget, 125betrüebet mich nicht wenig, das dieselbe es 126so vngnädigst auffnehmen, und gleichsamb dero


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127mächtigste und gnädigste handt dauon abziehen 128wollen, dahe ichs bloß und allein aus auffrichtigster 129intention zu dem ende vnderthänigst geschickhet, 130damit ewer kayserliche Mayestät sehen mögen, daß das 131impegnio mit dem Landtgraffen Georg völlig 132cessiere, erfolglichen ewer kayserliche Mayestät dero gnädigst 133gethanen versprechung gemäß, meinem schwagern 134dem Principe Giovanni Gastone di Toscana, dero 135mächtigste protection, vmb welche ich noch- 136mahlens allervnderthänigst bitte, allergnädigst er- 137theilen, und geniessen lassen wollen, in 138diser heyrath, mit meiner schwägerin. Wann 139aber vielleicht diser heyrath ewer kayserlichen Mayestät 140Mayestät beyderseits nicht angenehm gewesen wehre, 141vnd sie denselben etwahe nicht gerne gesehen 142hetten, warumben dann so viel vmbschweiff ge- 143macht, vnd nicht teutsch rundt heraus ge- 144sagt, daß es deroselben convenienz nicht 145seye. Massen der liebste herr Großherzog disen 146heyrath allein mit dero kräfftigsten protection, 147verleyen vnd verhülfflich sein wolten, sich bemuhet 148vnter der handt möglichst sich zue informieren 149ob, und wie weit meine fraw schwägerin 150etwahe engagieret, vnd bey befindung daß dahe- 151selbsten kein impegnio seye, sich bemühet ihr gemüet


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152vnd inclination vor seinen herrn sohn zu acquiriren 153jedoch jederzeit vorbehaltlich beyderseits ewer kayserlichen kayserlichen 154Mayestät Mayestät allergnädigsten consensus vnd protection, wer 155kan ihme daß vorüblen? Vnd fahls es dieselbe 156gewust, und etwahe nicht gerne gesehen warumben 157haben sie es dann nicht verhindert, dahe es ja 158bloß und allein in dero gnädigsten händen gestanden. 159Dahe aber der herr Groß Herzog vermerckhet daß ewer 160kayserliche Mayestät die sachen permissiue oder conniuendo 161geschehen lassen hatt der liebe herr nicht anderst 162vermeint, als es würde deroselben dise allianz 163nicht zue wider sein, vnd dahero sich auff alle 164weise beflissen meiner fraw schwägerin gemueth 165zue gewinnen, wie er gethan. Es ist aber noch 166nichts verfänglichs in der sachen vorgangen, 167sondern beruhet dermahlen bloß auff ewer kayserlichen 168Mayestät Mayestät allergnädigsten protection vnder deren 169auspiciis, sie dise allianz zuschliessen, vnd sich 170desto fäster vnd vnzertrennlich mit deroselben 171hohen erzhauses interesse zu verknüpfen suechen. 172Thue also ewer kayserliche Mayestät allervnterthänigst bitten, 173dieselbe geruhen allergnädigst dem lieben herrn Groß- 174herzogen so wohl, alß meinem schwagern dem 175Prencipe Giovanni Gastone bey nunmehrigem würckh-


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176lichem desimpegnio mit Darmbstatt, dero ihme 177versprochene mächtigste protection, auch dahin 178vornehmblichen allergnädigst gedeyen zulassen, 179daß derselbe daß böheimische incolat von 180dero gnädigsten händen erhalte, ewer kayserlichen Mayestät vnterthänigst 181versicherendt, daß sie dadurch den herrn 182Großherzogen, so wohl alß das ganze hauß 183Toscana auff den höchsten gradt sich deuiniert 184machen vnd vnzertrennlich in dero interesse 185vinculieren werden, zue dessen incontestablen 186schadte dann derselbe, einen seiner eigenen söhnen 187zue ihro Mayestät meines allergnädigsten Kaysers 188und herren actualen vnterthanen, aus einem 189independenten herren, zue machen suechet, vnd 190zwarn einen, der der liebe herr am inniglichsten 191liebet. Daß er aber bey außzahlung der 192von ihro kayserlichen Mayestät von ihme verlangter 193summen, das incolat mit pro conditione 194vor seinen herrn sohn sezet, glaube ich können 195ihme ewer kayserliche kayserliche Mayestät Mayestät vmb so 196weniger vngnädig ausdeuten, Primo weilen 197ihme diese summa per merum arbitrium 198deß herrn Herzogen von Savoyen vnd dem Gou- 199vernatoren von Maylandt (dann dise den 200übrigen alliierten es also angeben) angesezet


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201worden von welchem, vnd von seinem 202derselbe, im geringsten dependieret, Secundo 203weilen dise summa, wann man es auff keine 204von ihro kayserlichen Mayestät retenierende lehen nehmen 205wolte, vors erste der Herzog von Savoyen 206und die übrige aliirte, ausgenohmen ewer kayserlichen 207Mayestät ihme nichts anzuschaffen, vnd zweytens 208deren proportion nach gar zu hoch angeschlagen 209seye, Tertio weilen er ihro Mayestät meinem allergnädigsten 210Kaysern vnd herren aus purer deroselben 211zuetragenden vnterthänigsten deuotion, alles das 212jeniges ahn gelt verwilliget, waß dieselbe 213von ihme allergnädigst verlanget, vermeinet der- 214selbe daß bey diser seiner willfährigster 215bezeugung er wohl meritiere das incolat 216vor dessen herrn sohn zue erlangen, vnd ihme 217nicht vngnädig genohmmen werden könne, bey 218diser gelegenheit vmb dise gnadt zubitten. 219Thue derohalben nochmahlen ewer kayserliche Mayestät allervnterthänigst 220ersuechen daß incolat so der liebe 221herrn vor eine gnadt bittet, demselben vor den 222Prencipe Giovanni Gastone allergnädigst auß angebohrner 223gnädigkeit zue vorwilligen. Waß sonsten 224das kleine bäßgen anbelanget, und was nur


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225ewer kayserliche Mayestät wegen der pactorum dotalium 226allergnädigst befehlen, deme werde schuldigst 227aller vnterthänigst nachkommen, vnd bitte nur 228daß der jenige so von seithen ihro Mayestät meines 229allergnädigsten Kaysers denen tractaten beywohnen 230solle, so etwahe der Graffe Cauniz als welcher 231ohne dem in der nähe ist, sein konte, ehist 232baldist hiehero kommen möge, mit aller in- 233struction, vollmacht, und aller andern notturfft 234versehen, damit bald ein endt an diser sachen 235möge gemacht werden, ewer kayserlichen Mayestät aller- 236unterthänigst versicherrendt, daß ich nebenst 237meiner herzallerliebsten Gemahlin und dem 238liebsten groß herzogen diese hohe gnade mit 239trewisten vnterthänigsten diensten, vnaußge- 240setzten fleisses möglichst zu demerieren, vnd 241eüßerist angelegen sein lassen werden. 242Wegen deß Hamiltons kan ich ewer kayserliche 243Mayestät vnterthänigst versicheren, das sich täglich 244mehr grob posten herfür thun, und kan ich 245ewer kayserlichen Mayestät in vnderthänigkeit auff meine 246churfürstliche ehren versicheren, daß wann ich 247nicht den billigsten egard auff ewer kayserlichen Mayestät


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248Hamilton von vielen Jahren hero dero gnädigste 249protection gegönnet und mitgetheilet, ge- 250macht hette, ich seinem gar zu groben ver- 251brechen noch wohl anderster gegen ihme ver- 252fahren währe. Ich sehe wohl allergnädigste liebste 253fraw daß dessen disgraciierung ewer kayserlichen Mayestät 254so wohl die prosequierung der negoti 255ation mit dem d' Harcourt als des dänis 256chen heyrats fort alle andere materia, vnd 257negotiationes von mir odios vnd überdrüssig 258gemacht, auch in solchen standt gesezet, daß der 259filo dauon abrumpirt zue werden in gefahr 260gestanden. Allein, allergnädigste fraw, ich bitte 261ewer kayserliche Mayestät allervnterthänigst auff meinen 262knien, dieselbe geruhen allergnädigst alle vmbständt 263von diser mutation vnpraeoccupiert zue con- 264siderieren vnd dero hochsten begäbnuß und pru- 265denz nach zue überlegen, so werden dieselbe 266allergnädigst finden, das ich leider nur gar zu 267viele vrsachen dazue gehabt habe, und diser 268mann einmahl nicht meritieret das ich bey 269deroselben in eine diffidenz gesezet, viel weniger 270dise so wichtige negotia wegen seiner abrumpiert 271werden sollen. Wie mir dises zu herzen gehet,


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272kan ich ewer kayserlichen Mayestät vnmöglich vnterthänigst gnug- 273samb beschreiben, jahe dises stosset mir das 274herz völlig ab, und bringet mich lang vor 275meiner zeith ins grab, daß ich sehen mueß, 276daß ein solcher falscher betriegerischer mann 277mensch, mehr glauben und credit bey meiner 278allergnädigsten frawen vnd allerliebsten fraw schwester 279die so inniglich liebe, veneriere, und respectiere, 280findet, alß ich, der ich allezeith meinen graden 281weg gangen, vnd alles waß ich gehabt vnd noch 282habe mit vnaußsprechlichen frewden zue dero- 283selben, vnd dero glorwürdigstem erzhause 284dienst bis dato sacrificieret, und noch thue. 285Deme seye auch wie ihme wolle, so werde 286ich doch nimmermehr ändern beständig 287zue leben, und zue sterben. 288Düßeldorff den 13 decembris 1696. 289Ahn ihre kayserliche Mayestät die Kayserin 290von 291ihr churfürstlichen Durchlaucht aygenhändig 292also abgangen.