Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 24.04.1687

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleuchtiger Cuhrfürst, mein herzallerlibster herr vatter 2Ich bitt ewer Durchlaucht vnterdehnigst vmb vergebung, das ich ewer 3Liebden bey vohriger post das schreiben von der Königin 4in Schpanien vergeßen einzueschließen, es kombt hier 5bey. Ihr Mayestät, mein gnädigster Kaiser, vnd ich werden nit vnterlaßen 6das werkh weiter zue dreiben, das aufs wehnigste 7balt die 100 000 gulden möchten in Portugal übermacht 8werden. Bitt auch vnterdehnigst vmb vergebung, das 9ich bey heüntiger post kurz schreibe, die geistlige 10hochzeit ist schuldig daran, seint etwas schpaht aus 11dem closter kommen. Die Braut ist gahr mit guettem 12fröligem herzen hinein gangen, gott geb ihr bestendigkeit. 13Von der opera werde ich ewer Durchlaucht mit 14könftiger post alles schiken, auch das, wans ewer Durchlaucht 15abdeilen wolten. Könftigen montag werden 16mihr, wan es gottes will ist, auf Laxenburg . 17Das wetter ist woll gahr schön darzue, in der 18früe zwahr noch zimlich küel. Die horst ist auch 19wider zimlich, dort haben schon vohr 8 dagen über 20100 horst gezelt, haben auch deils schon junge.


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21Due mich hiermit ewer Durchlaucht vnterdehnigst befehlen vnd werde 22sterben 23ewer Durchlaucht 24vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 25EMT 26Wien den 24ten apprill 1687