Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 11.05.1687

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr vatter 2Ewer Durchlaucht bitt ich abermahl vnterdehnigst vmb vergebung, 3das heüt nit mit schreiben aufwart. Ist die schuld, 4das vohrgestern der Josephl ein alteration bekommen 5vnd gestren ihm etlige hizblatterl im krak aufgefahren. 6Weil die hiz nit ausgesezt hatte, sondern sich 7gestren gegen mittag mehrer erhebt, haben mihr 8glaubt, es sein die blattern, so hab darmit 9vill zue duen gehabt. Vnd heündt ist auch noch 10die hiz nit ganz aus, aber vill wehniger, 11iezt auf den abent kein weitern auschlag 12merkt man nit vnd iezt den augenblikh laßen 13sie mihr sagen, das er sich gahr woll befindt. 14Die suppen hatt ihm gahr guett geschmekt vnd sie 15finden gahr wehnig alteration mehr, also hoff ich, 16es wert weiters niks sein. Die Maria Lißel hab ich 17gleichwoll gestren gleich auf Wien geschikt. Bitt


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18also nachmahlen vnterdehnigst vmb vergebung, das nit mehr 19schreib, ist schon gahr schpaht, mit nechstem 20werd alles herrein bringen. Befehl mich nochmahlen 21vnterdehnigst vnd werde sterben 22ewer Durchlaucht 23vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 24EMT 25Wien den 11 maij 168726Bitt vnterdehnigst mich bey ihr Durchlaucht, meiner geliebsten fraw 27mutter, vnterdehnigst zue entschuldigen, ist mihr ein 28mahl nimmer möglich, die post geht wekh, 29komt sonst zu schpeht.