Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 18.03.1688

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

166 r
Faksimile

1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr vatter 2Aus dero gnädigem schreiben vom 9ten dis hab mit 3hochsten freüden ersehen, das ewer Durchlaucht sich 4ihn guettem wohlstandt befinden, darbey der 5almechtige sie erhalten wolle. Ich komb 6woll vnterdehnigst vmb vergebung zu bitten, 7das ich der doktoren relation wegen des 8Deütschmeister nit schike, habs ein mahl 9zue doht vergeßen ihnen zue sagen, wirt 10aber vnfehlbahr mit nechstem geschen. 11Ich hab ewer Durchlaucht gnädiges schreiben heünt zimlich 12schpaht empfangen, also hab noch nit mit 13ihr Mayestät wegen des Starenberg reden könen.


166 v
Faksimile

14Wirt woll schwehr sein, weil ihr Mayestät 15mit dem Fuker schon impegnirt sein, 16doch werde dero gnädigem befehl nachkomen 17vnd ihr Mayestät vohrdragen und ewer Durchlaucht 18mit nechstem die antwort vnterdehnigst 19berichten. Der Cauniz ist zwar noch 20nit wekh, wirt aber ehsterdagen 21gehen. Mit disem befehl mich vnterdehnigst vnd 22werde sterben 23ewer Duchlaucht 24vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 25EMT 26Wien den 18ten merz 1688