Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, o.O., o.D. (zwischen 01.10.1688-30.10.1688)
Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15
1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr vatter 2Ich bin woll in sorgen, weil ich heündt ganz niks 3von ewer Durchlaucht wohlstandt vernommen, woll doch 4zue gott hoffen, das die gesuntheit beßer sein 5wirt. Kan mihr aber woll einbilden, das ewer 6Durchlaucht dieße große vnrechtfertichkeiten von Frankreich 7schmerzligst emfinden werden, vnd förchte, dass ihnen 8dißes an der gesuntheit widrumb möchte 9schaden. Ewer Durchlaucht generoses gemüet aber vnd 10resignation vnd vertrawen auf gott werden ihnen dießes 11schwere kreüz ringern, dan gewißlich gott ewer Durchlaucht 12nit verlaßen wirt. Ihr Mayestät, mein Kaiser, duen 13es auch wegen ewer Durchlaucht sehr empfinden, haben
14mihr auch befohlen, ewer Durchlaucht zue versichern, das sie 15alles in der welt vohr sie duen werden vnd 16sie gewißlich nit verlaßen. Sie hetten ewer Durchlaucht 17selber geschriben, aber eben wegen dißer sachen so vill 18zue duen, auch mit Beyern, der morgen wekh geht, 19das sie heünt vnmöglich schreiben können. Wan 20ewer Durchlaucht nuhr mit sicherheit zue Neüburg wehren, 21ihr Mayestät wurden gleich den Stratman hinschiken, mit 22ewer Durchlaucht alles zue concertiren, wie dißem 23großen übel zue helfen sein möchte, dan man 24glaubt hier, das ewer Durchlaucht schon von Heidelberg auf 25der reis sein werden, vnd man also hier erwart, 26biß man höhre, woh ewer Durchlaucht seindt, vnd 27was man ihnen zue hülf leisten können. Ihr Mayestät 28werden gewiß niks vnterlaßen, dan sie es sehr 29zue herzen nemmen. Due mich anbey in dero 30gnade vnterdehnigst befehlen vnd werde sterben 31ewer Durchlaucht 32vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 33EMT 34Vnser völker marchiren, Beyern lest auch seine marchiren, wie ewer Durchlaucht wiszen werden.
35Dis beygelegte hatt mihr des Lubomirski secre- 36tari geben, seint die gutten freünt, welche man zue 37cultiviren hatt. Pater Marco ist hier, empfindt 38herzlich dißes ewer Durchlaucht zuegestoßene übel, so balt 39er wirt hören, wan ewer Durchlaucht auf Neüburg komen, 40wirt er auch hin.
Beilage
41Nota di alcuni amici, e confederati del ??? Principe 42Lubomirski Gran Maresciallo del Regno 43Senatori 44il G Generale die Littuania Sapihea 45il Tesoriere di Littuania Sapihea 46il G Cancelliere di Littuania 47il Tesoriere del regno 48il Vescouo di Craccouia 49il Vescouo di Culma 50il Palatino di Craccouia 51il Castellano di Craccouia 52il Palatino di Siradia Pignonzi 53il Palatino di Chionia 54il Maresciallo della corte del regno Lubomirski 55il Referendario del regno, che se bene non è Senatore enna 56però in senato 57Chi possono essere eletti nonzi delle 58dictine, è che sono popolari 59li altri due fratelli del Gran Maresciallo 60li figlioli del morto G Cancelliere del regno, uno de quali 61marita la nipote ex fratre del Gran Maresciallo, e che ànno 62giurata l'unione doppo la morte del padre 63la casa tutta delli Sapihea 64casa Oppalinski 65Liemannski
66il Conte Sieniauuski 67la casa Denhoff 68il Dombrouuski 69l'Onzkovonski 70Sono moltissimi altri, e Senatori, e popolari, 71che per non àuer piena la memoria, qui non 72li scriuo, mà occovendo, subito ritornato in 73Polonia, mandarei più distinta, e numerota 74nota essendo un numero assai grande di 75questi colligati & racordando essere il tempo 76molto angusto ??? il quale si ricerca la mia 77spedizione con ogni celerita. &






