Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Laxenburg am 15.05.1689

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr vatter 2Ich bitt ewer Durchlaucht vnterdehnigst vmb vergebung, das 3ich heündt dero gnädiges schreiben vom 6ten dis nit aus- 4fürlich beantwarte. Ist die vhrsach, das mihr 5heündt zue einer prozeßion auf Wien gehen, 6in der Königin closter eßen werden, vnd gleich die 7vesper vnd noch heraus auf die beys, also 8kein zeit zum schreiben bleibt, werde mit nechstem 9als ersezen. Indeßen werden ewer Durchlaucht durch den 10Lamberg vom Hoffkanzler ausführligen bericht 11empfangen haben, so woll, was mit dem Cuhrfürsten 12geschloßen worden, als auch, was man rett von der 13augschpurger reis, gott gebe ein ihr Mayestät 14dasienige zue duen, was zue seiner ehr vnd zumb


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15besten ist. Warumb noch mit dem Monschowiz ist 16eingehalten worden, werden ewer Durchlaucht von Starenberg 17vernommen haben. Ich zweifle aber ganz nit 18daran, das, wan ewer Durchlaucht vnd dem haus ein 19dienst kundt geschen, der Grav Öting nit allein 20kein difficultet machen wirt, sondren selbst 21cooperiren. Dan was er vohr ein eifer zue 22ewer Durchlaucht vndt des haus dienst hat, kan ich nit 23beschreiben, das er ohne zehr fast nie daruon rett, 24das er in disen zuewider gewest, wahr aus der 25meinung, das es nit zu ewer Durchlaucht dienst. Erwarte 26also ewer Durchlaucht gnädigen befehl, mues enden, die 27zeit leidt nit mehr, werd sterben 28ewer Durchlaucht 29vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 30EMT 31Laxenburg den 15ten maj 1689