Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wiener Neustadt am 13.02.1678

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtigster Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Ich habe wohl vhrsach, gehorsamist vmb vergebung 3zue bitten, das zwey posten meine schuldikeit nit 4nachkommen bin. Die hochzeit ist schuldich daran gewesen, 5ist gottlob alles wohl ab gangen. Der Herzog ist auch 6wider etwas beßer mit seinem fues, wiewohl er sich 7noch des stekens bedienen mueß. Mihr werden dießen 8fasching hier verbleiben, ich forchte, werde die beyde 9könftige posten wegen der heilige zeit meine schuldichkeit 10nit können ablegen. Was ewer Durchlaucht gnädig befohlen wegen 11vetter Pfilipp werde ich suechen mit gelegenheit vohrzue 12bringen, wirt filleicht beßer sein, das warte, bis mihr 13widerumb auf Wien kommen, wahin mihr gleich den 14freitag nach dem fasching widerumb werden zurukh 15reisen, dan iezt hier ihr Mayestät so vil zue duen haben, 16das sie gegen dero fohrnommen solang müeßen hier 17verbleiben. Ich werde aber mich bestens befleisen, 18ewer Durchlaucht befehl nachzuekommen. Das der Prinz von Oranien 19solliche al anschläg, welches ewer Durchlaucht gahr nit gefallen, 20das glaube ich wohl vndt habe allezeit geforchten, 21das nit vill guettes von ihme zu hoffen


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22währe. Ich mueß auch dismahl vmb vergebung 23bitten, das so balt mueß abrechen, die zeit erleidet nit 24mehrers, also befehle ich mich hiermit gehorsamst 25in dero gnade vndt werde sterben 26ewer Durchlaucht 27ganzergebenste trewgehorsamste 28dochter 29EMT 30Neüstatt den 13 feber 1678