Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Laxenburg am 11.05.1679

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr vatter 2Ich verhoffe, ewer Durchlaucht werden sich annoch in 3guettem wohlstant befinden vndt beßeres wetter 4haben als mihr hier, dan es ewich windt vndt 5regent, also das mihr wehnig bis dato haben 6beisen können. Vndt iezt ist es so kalt vndt 7übel, das ich mihr die dag nit hab getrawt auszue 8gehn, so lang es so übel wetter ist, weil es bey 9dießer zeit die leüt nit gedenken, das so schlim 10gewesen. Die post ist heüt noch nit ankommen, 11hoffe aber, es werde alles noch guett sein. Ich 12warte iezt mit verlangen, bis ich die guette 13zeitung ihr Durchlaucht, meiner geliebsten frawen muetter, 14glükligen niderkunft möge vernemmen. Due 15mich hiermit in ewer Durchlaucht gnade vnterdehnig 16befehlen, werde sterben 17ewer Durchlaucht 18ganz ergebenste trewgehorsamste 19dochter 20EMT 21Laxenburg den 11 maij 167922Postscriptum So eben empfang ewer Durchlaucht gnädiges schreiben. 23Ist mihr von herzen leidt, das ihr Durchlaucht, mein geliebste 24fraw muetter, ein cattar haben, hoffe zue gott, balt 25mit einer frölige zeitung von ihnen consolirt


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26zue werden. Wegen der coadiutori vndt Münster 27werde den Schellerer zue mihr kommen lasen. 28Ihr Mayestät werde auch das wegen des Cardinals 29vnterdehnigst vohrbringen, zweifle nit, sie werden 30darbey kein bedenken haben. Due mich hiermit 31nachmahlen vnterdehnig befehlen.