Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Laxenburg am 25.05.1679

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Ewer Durchlaucht bitte vnterdehnig vmb vergebung, 3das ich so eilich dismahl meine schuldichkeit 4mueß ablegen. Es haben etlich leüt audienz 5gehabt vndt hab in Schpanien müeßen schreiben, 6vndt iezt gehen mihr aus, förchte, werde den 7brief erst wan mihr wider nach haus komen 8schliesen. Mues sie darumb also bloßer auf 9die post schiken, weil es zue schpaht, dem Scheller 10zue schiken. Was ewer Durchlaucht in dero gnädigstem schreiben vom 1112 maij, welches ich mit gehorsamsten respect empfangen, 12befehlen wegen des Öting, habe ihr Mayestät gewis eiferist 13recomendirt, sie mihr auch gnädigst verschprochen, 14ihme zue helfen, will aber nit vnterlaßen, 15fleisigist anzuemahnen, damit es nit in verges 16gestelt werde. Was ewer Durchlaucht gnädigst verlangen wegen 17des votum des Cardinals haben ihr Mayestät sich 18auch wilfährig erzeigt, vndt will ich daran sein, 19das die expedition balt ergehn möge.


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20Was mit dem Wilhelm von Fürstenberg geret 21ist worden, wirt der Schellerer ewer Durchlaucht mit 22mererem berichten. Er schpan den bogen gahr 23hoch, hoff aber, er werde sich handlen loßen. 24Die heütige brief hab noch nit empfangen, 25hoffe aber, ewer Durchlaucht vnd ihr Durchlaucht fraw mutter werden 26sich wohl auf befinden. Ich verlang wohl 27vnauschprechlich auf ein frohlige zeitung. 28Sterbe 29ewer Durchlaucht 30ganzergebenst trewgehorsamste 31dochter 32EMT 33Laxenburg den 25 maij341679