Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Pardubice am 14.06.1680

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Mitt großen freüden habe ich aus ewer Durchlaucht gnädigem 3schreiben vom 7 dieses dero guetten wohlstandt 4vernommen. Gottlob, das mit ihr Durchlaucht fraw mutter 5ihrem fueß auch widerumb ganz guett 6ist, hoffe zue gott, es werde bestendig also 7verbleiben. Das die wahl zue Cöllen so wohl 8abgangen, ist mihr ein große consolation, 9hoffe, es werde iezunder das andere desto 10leichter gehn, welches der almechtige verleien 11wolle. Gegen den Official vndt Grau Felix 12will es gewis nach möglichkeit erkennen vndt 13beyde bey ihr Mayestät recomendiren. Vohr die gnädige 14anwüntschung zue diesem heiligen pfingst fest sag 15ewer Durchlaucht vnterdehnigen dank, der güettige gott 16wolle ihnen dies vndt ville volgende mit 17aller glüksehlichkeit anhaufen. Hier geht es vns 18noch zimlich guett, aber zue Prag geht 19es schlecht her iest. Ein dag drei ist hie alles 20gesundt, gott wolle vns weiters behüetten. 21Heüdt werden mihr auf ein gäns iagen


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22in einem vnerhört großen deicht darin ganze 23inselen, die angebaut sein mit etlich strich. 24Es soll gahr lustig sein, wan so früe heim 25kommen, will es in bruder Ludwig brief durch ein Postscriptum 26berichten. Mues izt schliesen, deswegen weil 27balt hinaus werden, vndt sterbe 28ewer Durchlaucht 29ganz ergebenste trew gehorsamst 30dochter EMT 31Pardowiz den 14 junij 1680