Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Ödenburg / Sopron am 26.11.1681
Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8
1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Das der almechtige ewer Durchlaucht das gestrige freüdentreiche fest 3dero geburzdag mit deren villen vnzahlbahren folgenden 4in gesuntheit vndt mit allen selbsterwüntschten glükh- 5sehlichkeit vndt segen anfüllen wolle, due ich (weilen ich beraubt 6bin des glüks, solliches personlich zue verichten) durch dieße 7zeilen ewer Durchlaucht vnterdehnigst anwüntschen vndt werde den almechtigen 8meiner kintligen schuldichkeit vndt lieb gemeß fleisigist 9darumb bitten, der wolle ewer Durchlaucht alles das verleien, was 10ich meinem wuntsch vndt verlangen nach nit gnuechsam 11ausschprechen kan. Ich verhoffe in deßen, ewer Durchlaucht werden sich in 12guettem wohlstandt befinden, dan ich die lezten brif noch 13nitt empfangen, seindt zue Wien ligen blieben. Schike 14heündt drumb selbige abzue hollen. Der Locowiz 15ist schon abgefertigt, gottgeb, das er etwas guetts ausricht. 16Mit dem lantag hoffe auch balt ein endt, wan sich 17nit widerumb die sachen endren, dan bey denen leüten 18ist sich auf niks zue verlaßen, gott geb balt 19ein endt, dan hier ist vnser bleibens nit lenger.


