Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 10.11.1684

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/9

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerliebster herr vatter 2Es erfreut mich von herzen zue vernemmen, das 3ewer Durchlaucht sich woll auf befinden, der almechtige 4wolle sie verners darbey erhalten. Mein bruder 5Ludwig wirt jezt balt hier sein, weil leider die 6belegrung zue Offen aufgehoben, gott wolle 7das könftige iahr sein gnad verleyen einer 8glükhsehligeren campagne als die hewrige nach 9seinem willen. Wegen Portugal müeßen halt 10erwarten, was gott schiken wirt, ich hör iezt 11auch hir niks daruon. Es ist wohl rahr die 12große menge fisch, so ewer Durchlaucht gefangen, 13es mues woll lustig gewesen sein. Hier 14geht die schweinhez noch schlecht von statten, 15die könftige wochen soll ein iagen werden 16bey Closter Neüburg, dise woch haben niks gehabt


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17vnd werden schwehrlich vill fangen, dan nit leütt 18dah seint zum dreiben. Bruder Fridich wirt jezt schon 19ankommen sein mit guetter gesuntheit, ist sein 20erster postritt, hoff werd ihm wohl bekommen 21sein. Mit disen due mich vnterdehnigst in ewer Durchlaucht 22gnade befehlen, die ich sterben werde 23ewer Durchlaucht 24vnterdehnigste trewgehorsamste 25dochter 26EMT 27Wien den 10ten novembris 1684