Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, o.O. am 12.04.1690

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Geheimes Hausarchiv, Korrespondenzakten 1147

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112 aprilis 1690 2Durchleüchtiger Fürst, herzallerlibster herr bruder 3Ich bitt vmb vergebung, das ich nit eh der 4liebstes schreiben vom 3ten passato hab beantwort, 5vnmöglich hatt es die zeit erlitten, die heilig 6zeit, zue welcher ich dero Liebden alles vergnügen wüntsche. 7Ich hoff, jezt sey vnser Königin ein mahl in 8Engelandt Schpanien, der Mansfelt aber ist 9krankh. Ihr Durchlaucht papa schreiben mihr, das der d'Batl 10hinein soll, wan Mansfeld nit kan, wirt gutt ein. Dero Liebden 11ander angelegenheit betreffendt hatt mihr der 12Hoffkanzler vnd Schellerer alle puncta beygebracht, 13warauf dan der Hoffcanzler dero Liebden schon weit läufich 14wirt geantwort haben, warauf ich mich kürze 15halber bezie. Dero Liebden bitt ich aber wollen glauben, das 16ich kein größer consolation hette, als wan ich dero Liebden 17in etwas dienen könte, ihnen mein herzlig lieb zu 18erzeigen, nit wegen der Erzherzogin sehliger, welche ich zwar wie


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19wie mein leben geliebt vnd noch bis in mein grab 20also liben werde, auch mit dero Liebden erlaubnus ich mihr 21vohran ausbitt, das ich kein fraw schwegerin mehr so 22lieb kan haben, ob woll ichs auch gahr lieb haben werd, 23aber wegen dero Liebden selbsten, zu deme ich allezeit so 24große lieb gedragen. Bedankh mich, das dero Liebden die Altem 25vnd Castilla haben angenommen, ist ein gutts 26werkh. Ich mus wider mein willen enden vnd 27mich dero Liebden befehlen, die ich sterben werde 28dero Liebden 29getrewste schwester 30Eleonora 31Wien den 12ten aprill 1690


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