Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 06.09.1711

Österreichisches Staatsarchiv Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Staatenabteilung, Palatina 48, Fasz. 1

AusfertigungSchreiber

Hat EMTs Antwort vom 24. August auf sein Schreiben vom 17. August bezüglich des Rangs der böhmischen Gesandtschaft bei der Kaiserwahl in Frankfurt erhalten. Stellt nicht das von der Goldenen Bulle zugestandene Recht des böhmischen Königs in Frage, (bei der Wahl) die Krone zu tragen und den Titel Majestät zu führen; glaubt auch nicht, dass jemand von den übrigen Kurfürsten dies ablehnt. Die Forderungen der böhmischen Gesandtschaft sind dagegen unbegründet, da eine eigene Klausel des von JW (in seinem früheren Schreiben) angeführten Reichsrezesses ausdrücklich Gleichheit des Tractaments, Rangs und Zeremoniells (für die Gesandten) vorschreibt. – Will seine Reise nach Frankfurt am 15.09.1711 antreten und hofft, EMT und ihres Sohns (Karls III.) königliche Majestät bald mit einem glücklichen Ausgang erfreuen zu können.

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