Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 26.03.1712
Österreichisches Staatsarchiv Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Staatenabteilung, Palatina 48, Fasz. 1
Hatte gehofft, dass die Kaiserswerther Angelegenheit wie von ihm erbeten binnen eines Jahres verhandelt würde. Hat in dieser Hoffnung die von ihm rechtsgemäß in Besitz genommene Stadt dem verstorbenen Kaiser Joseph I. zur Sequestrierung übergeben. Das Kölner Domkapitel hat dagegen einen Prozess beim Reichshofrat angestrengt, welcher sich nun nach längerer Verzögerung für zuständig erklärt hat. Die von JW zur Bedingung gemachte Jahresfrist ist inzwischen durch die Schuld seiner Gegner dreifach verstrichen. JW hat kürzlich, wie aus der beiligenden Abschrift ersichtlich, den jetzt regierenden Kaiser (Karl VI.) gebeten, dem ehemaligen Sequester und kaiserlichen Residenten zu Frankfurt, Georg Wilhelm von Völckern, die Auszahlung der Einnahmen aus dem Kaiserswerther Gefälle an JW bis zur Entscheidung des Rechtsstreits zu befehlen. Bittet EMT um Unterstützung seines Anliegens bei ihrem Sohn.




