Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 25.06.1688

Generallandesarchiv Karlsruhe Karlsruhe, 77 Nr. 8811, Korrespondenz der Kurfürsten Philipp Wilhelm und Johann Wilhelm mit Kaiser Leopold I., der Kaiserin Eleonora Magdalena, dem römischen König Joseph I., der römischen Königin Wilhelmina Amalia, ... / 1679-1715

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1Durchleüchtiger Fürst, herz allerlibster herbrueder 2Ich hab durch den von Gahlen dero liebsts schreiben 3empfangen, werde seine person möglist recomen- 4diren. Weil der Cauniz von ihr Mayestät wider 5zue der cölnischen wahl geschikt wirt, also hab 6ich ihn mit diesen zeilen begleiten wollen, er 7wirt dero Liebden von meiner bestendigen affection versichern 8vnd vnd allem informiren, was ihr Mayestät 9in diser sach resoluirt haben vnd auch von 10ihnen weitere information abholen, wie er sich 11verners zue comportiren haben wirt. Vohr 12allem müeßen mihr sehen, Beyren kein gelosia 13zu geben vnd seinem brudern Prinz Clement


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14so woll zue der wahl als allem vohr allen 15beförderlich sein, wie auch des Cauniz 16instruction darnach eingericht ist. Ich 17vermein, mein bruder Carl wirt schon wekh 18sein auf Berlin, so due ich ihm nit schreiben, 19bitt, dero Liebden wollen, wan er noch dah wehr, ihn ein 20schönen gruß ausrichten. Ich due mich dero Liebden befehlen 21vnd werde sterben 22dero Liebden 23getreüst schwester 24EMT 25Wien den 25ten junij 168826Man hatt hier das recept vom 27aqua stptica, sie sagen, habens von chur beyrischen 28bekommen. Es ist iust wie dero Liebden seins, außer 29in der dosa ist gefehlt, so habe ich mich 30erkundigen wollen, weil sies doch haben, ob ich 31ihnen nit derft die rechte dosa sagen, damit 32sies könten machen vohr die soldaten im 33felt. Erwarte dero Liebden antwort.