Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Ebersdorf am 25.09.1694

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/6

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerliebster herr brueder 2Ich bin heündt, mueß ich bekennen, woll in sorgen 3wegen vnser geliebsten fraw mutter gesuntheit, weil ich von keinem 4menschen keinen berief bekommen, will iah zue gott 5hoffen, es werde nit die vhrsach sein, das ihr Durchlaucht 6sich übeler befinden. Auf die Hamilton bin ich 7von herzen härb, das sie mihr gahr niks schreibt, 8gott wolle alles zum besten schiken. In Vngeren ist 9alles noch in altem standt, gott wolle vns 10beystehn, das es woll möge ablaufen. Hierbey 11überschike dero Liebden dißes schreiben von bruder Alexander, 12darin er mihr zwar ein ein brafen stich gibt 13wegen bruder Franz, aber doch das verlangte verschpricht,


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14er also ist deswegen kein difficultet mehr, damit 15ihr Durchlaucht, vnser geliebste fraw mutter, ein mahl die satis- 16faction haben möge, so sie verlangt. Mit disen due 17ich mich dero Liebden befehlen vndt werde sterben 18dero Liebden 19getrewste schwester 20Eleonora 21Eberstorf den 25ten septembris 169422Ich hab ihr Durchlaucht, vnser geliebsten fraw mutter, noch niks von bruder Alexan- 23der brif geschriben, weil ich nit weis, ob sie schon woll auf 24ist. Bitt also, auch niks daruon zue sagen, bis ich es 25ihr Durchlaucht selber schreiben werde. Von schwester Dorote 26hab wider ein brif, sie förcht, die verwittibte Herzogin 27von Modena kombt, vm dort zu bleiben, vndt werd 28pretendiren ihr vohrzuegen. Das beste mittel 29wehr, wan sie auf Modona gieng, witt wie 30ich schon in meinem vohrigen gemelt hab, mit 31dißem wehre alle competenz aus.