Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 31.03.1696

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/7

Ausfertigungeigenhändig

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131 martij 96 2Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herzallerlibster herr brueder 3Ich hab dero liebste schreiben alle wohl empfangen, bezie mich 4in der haubtsach auf den Wißer, welcher ehistens 5wirt abgefertigt sein. Im übrigen hab vernommen von 6ihm, das dero Liebden den Sweizer wollen vnter 7wegens aufklauben laßen, welches wider 8den leüten das maul wirt aufmachen vnd doch 9vnmoglich, das so heimblich wirt können sein, das 10mans nit innen wirt. Dero Lieben werden dardurch die mama 11sehr bedrüben ohne noht. Auf mein vohrgeschlagene12weis, welche der Wißer wirt überschriben haben, köndt 13es ohne alles dis geschen, ich will niks daruon aufs 14wehnigste wißen, vndt bitt dero Liebden, wan sies iah duen,


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15nit hernach, wans aus kem, die schuld auf mich zue 16legen, dan ich alzeit sagen werd, das ich kein deil daran 17hab. Gotlob, das mit bruder Carl richtig, iezt, hoff ich, 18werdens balt kommen, wehr woll nötig wegen der 19polnischen sach. Die Hamilton verlangt auch sehr iren 20man, der Wiser wirt mit nechstem wekh, so wirt 21er woll her kommen können, sein fraw abzueholen. 22Mit dem Herzoch von Saxen haben ihr Mayestät schon 23dem Cardinal befohlen die sachen einzurichten, 24damit die expedition ehstens erfolgen möge. 25Due mich hiemit dero Liebden befehlen vndt werde sterben 26dero Liebden 27getrewsteschwester 28Eleonora 29Wien den 31ten merz 1696