Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg an Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg, Düsseldorf am 20.01.1698

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/7

AbschriftSchreiber

Spricht sein Beileid zum unvermuteten Tod der Königin in Polen (Eleonore Maria Josefa, Halbschwester Kaiser Leopolds I.) aus; kann sich ausmalen, wie sehr dieser EMT zu Herzen gehen muss und ist selbst sehr betrübt. – Bittet EMT, das frühere Kammerfräulein der Königin, Gräfin Fugger, in ihren Dienst zu nehmen. – Dankt für EMTs Neujahrswünsche und ihre Protektion für die oberrheinischen, westerwäldischen und wetterauischen Stände . Bittet weiter um ihren mütterlichen Schutz, auch im Sinne des kaiserlichen Ansehens im Reich . Der Landgraf von Hessen-Kassel will ungeachtet des Mahnschreibens Kaiser Leopolds I. noch zwei Kompanien zu Pferd in die Grafschaft Homburg verlegen. – Wird mit der Gnade Gottes unveränderlich bei seinem Entschluss hinsichtlich der Althann bleiben. – Hofft, dass der Kurier mit seiner Antwort an König Joseph I. bereits angekommen ist und schickt diesem beiliegend einen weiteren Brief. – Schickt beiliegend die Instruktion für den Tellier ; sie ist unchiffriert, da zur größeren Sicherheit wieder ein Kurier die Sendung überbringt. – Zu seiner Bestürzung hat ihm bereits vor EMTs Bericht der modenesische Minister Graf Bergamo von der unterbrochenen Reise des Tellier erzählt; sogar in den Zeitungen in Rom und Italien wurde darüber berichtet. Dieser Bruch der Geheimhaltung ist nicht an JWs Hof geschehen. – Schreibt wegen Osnabrück dem (Hoch- und) Deutschmeister (Bruder Franz Ludwig). – Sendet beiliegend die Expedition für den Obersten von Burtscheid .

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