Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 27.02.1687

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/15

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Cuhrfürst, mein herz allerliebster herr vatter 2Ich sag ewer Durchlaucht vnterdehnigsten dankh vohr dero gnädige schreiben 3vom 12ten vnd 14ten dis . Erfrewet mich von herzen, dero 4erwünschten wohlstandt zue vernemmen, der almechtige 5verleye verners sein gnad. Wegen der limiten tractaten 6haben ihr Mayestät schon auf Regenschpurg befehlen. In dem 7übrigen, wegen Meins wie auch wegen des portugeser vnd 8Starenberg, werden ihr Mayestät wo möglich heündt ewer 9Durchlaucht selbsten antworten oder doch könftige post. 10Wegen des windt balet, wan ewer Durchlaucht schaffen, kan gahr 11leicht ein ander invention gemacht werden. Aber hier 12hatt man einmahl einen gemacht, welcher gahr schön 13geweßen, vnd wolt mein brueder mit dem Santi 14darüber reden. Es kan allezeit geendert werden, wans 15ewer Durchlaucht verlangen. Wegen des Speroni, so hab ich 16niks gehört, das er solt in meines brudren dienst 17kommen. Aber wirt auch nit in ihr Mayestät dienst 18kommen, sondern hatt wollen in Walischlandt gehen.


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19Weil ihm aber der Galli aus ewer Durchlaucht befehl geschriben, 20das ewer Durchlaucht verlangen, das er entweder in meins brudern 21dienst oder aufs wehnigst zue der opera kommen 22soll, so wirt er kommen vnd duet der Dragi auf 23ihn componiren. Werden iezt fleisig dran sein, 246 schenen seint schon vertig. Mit disem due 25ich mich ewer Durchlaucht vnterdehnigst befehlen vnd werde 26sterben ewer Durchlaucht vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 27ewer Durchlaucht 28vnterdehnigste trewgehorsamste dochter 29EMT 30Wien den 27ten februarij 168731Bruder Carl wirt am montag 32wekh gehen. 33Schikh hirbey die 6 schenen, die der Minati gemacht, 34die music wirt auch balt vertig sein.