Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, o.O., o.D. (zwischen 10.06.1678-30.06.1678)

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 45/8

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr vatter 2Ich habe wohl vhrsach, vmb vergebung zu 3bitten, das ich nuhnmehr zwey posten meine schuldichkeit 4nit habe abgelegt mit schreiben. Das erste mahl ist ein 5Fürst Radgiuilin schuldich daran gewesen, vndt das leztere mahl 6wahre es ihr Mayestät geburztag. Wegen was ewer Durchlaucht verlangen in 7der coadiutori, selbige expedition werden sie schon 8empfangen haben. Wegen der presenten vor die Kaiserin 9vndt Erzherzogin Maria Anna kan es nit schaden, 10wan ewer Durchlaucht ein galanterie in vohraht hätte, 11im fall sie von ihr Mayestät regalirt wurden, das sie alsdan 12widerumb sollichs dähten. Wegen meines bruedern esqui- 13pagi würdt filleicht noch zeit sein zue reden, wan ewer 14Durchlaucht her kommen, will mich aber doch erkundigen vndt 15alsdan alles berichten. Wegen der pferdt hab ich neülich 16schon geschrieben ihr Durchlaucht fraw mutter, was ich vernommen. Den fuetter 17zettel hab auch bekommen. Vom Schellerer ist alles gahr 18recht, ihr Mayestät seint auch gahr wohl zuefriden, 19das ewer Durchlaucht selber, wan sie werden her kommen, das 20begern vohr meinen bruedern verichten. Wegen meines 21bruedern Ludwich werden ihr Mayestät dem Herzogen schreiben, 22die recomendation wegen des officials wirt mit 23nechstem folgen, wie auch die schreiben wegen der Eglof .


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24Iezt zehle ich alle stunden, bis die gnad werde haben, ewer Durchlaucht 25zue bedienen. Befehl mich ied in dero gnade vndt sterbe 26ewer Durchlaucht 27ganzergebenste trewgehorsamste 28dochter 29EMT 30Bitt ewer Durchlaucht vnterdenich, 31mich ihr Durchlaucht fraw mutter gehorsamst zue befehlen, iezt gleich mues 32in die prob gehen der comedi, mit nechstem 33werd ihr schreiben.