Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg an Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Wien am 28.11.1688

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kasten blau, 44/6

Ausfertigungeigenhändig

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1Durchleüchtiger Fürst, herzallerliebster herr bruder 2Ich kom durch dise zeilen nuhr zue vernemmen, 3wie sich dero Liebden befinden bey disen schwehren 4zeiten, gott aber wirt helfen. Dem sey 5ewich lob, das sie gleichwoll von Coblens 6wekh sein, aber leider in der Pfalz geht 7es desto schlimmer, gott wirt alles wider 8geben zue seiner zeit. Dem sey ewich dankh, 9das mit ihr Durchlaucht, vnsern gnädigen herrn vatter, widerumb beßer 10geht. Er hat mir mit heüntiger post etlige 11zeilen geschriben, ist mihr woll ein trost gewest, 12aber ist noch gahr matt, gott geb sein gnad, das


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13er die kreften balt völlich erholen möge. Wie 14die comedi hie abgangen, hab ich meiner Erzherzogin 15geschriben. Das mein bruder Carl mit seiner gemahlin 16wek, ist mihr recht angst, weil niks 17von ihnen hör, gott wirt sie verwahren vohr 18allem übel, amen. Hab nit mehr zeit zue 19schreiben, due mich dero Liebden befehlen vnd werde sterben 20dero Liebden 21getrewste schwester 22EMT 23Wien den 28ten novembris 1688


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24Ihr Liebden Johan Wilhem 25Pfalzgrauen bey Reyn 26meinem herz allerlibsten herrn bruder